Das perfekte Bild zeigt etwas Besonderes, ist wirkungsvoll und weckt Emotionen. Entscheidend ist eine Kombination aus Hintergrund und Vordergrund, Licht, Schatten, Farben, Formen und Linien. Nichts davon ist zufällig angeordnet. Alle Effekte dienen dazu, die Aussage des Fotos zu untermalen und zur Geltung zu bringen.
Natürlich ist Fotografie eine Kunst. Aber auch Laien können sich eine Nikon Kamera kaufen und auf Bildersuche begeben. Zu wissen, was ein gutes Foto ausmacht, ist ein vielversprechender Anfang.
Schöne Fotos und das Geheimnis dahinter

fotografiert von BAILEY MAHON @baileymahon, via Unsplash
Fotografie vermittelt eine individuelle Botschaft. Gerade durch Social Media, wo jeder seine täglichen Fotos präsentiert, zeigt sich bereits der Unterschied, wie Bilder wirken. Die einen erhalten viel Anerkennung, andere werden einfach übersehen. Es genügt nicht, dass Fotos einfach scharf und detailgenau sind oder ein hübsch anzusehendes Motiv zeigen.
Unter der Oberfläche wartet das Geheimnis, das zum längeren Betrachten verführt. Ein gelungenes Foto ist niemals langweilig. Es fasziniert und weckt Emotionen beim Ansehen. Oft bietet es Interpretationsspielraum oder regt dazu an, die Szene zu deuten.
Technisch gelungene Fotos
Alles beginnt mit einem Foto, das nicht verwackelt ist und ein bestimmtes Motiv zeigt. Es sollte scharf und detailgenau, aber auch korrekt belichtet sein. Gerade eine Abenddämmerung ist für Laien bereits eine Herausforderung. Einfach das Smartphone zu zücken und zu knipsen, reicht nicht aus. Besser ist die Nutzung einer hochwertigen Leica Kamera, die bereits durch ihre Ausstattung und Technik das Fotografieren vereinfacht.
Technisch perfekt sind Bilder, die eine bestimmte Bildwirkung erzeugen, wenn es möglich ist, Details, Gesichtszüge und Effekte zu erkennen. Aber die Technik der Kamera genügt bisher nicht alleine, um ein gutes Bild zu machen. Ein langweiliges Motiv bleibt eintönig, welche Kamera auch immer verwendet wird.
Weg zur Meisterschaft: Vorbilder und große Fotografen studieren
Der bekannte Fotograf Henri Cartier-Bresson sagte, dass ein gutes Foto jenes ist, das man länger als eine Sekunde anschaut. Künstler von seinem Format haben noch in Zeiten fotografiert, in denen die Digitalfotografie nicht gegeben war, die heutzutage für eine wahre Bilderflut sorgt.
Alleine mit dem Apparat mussten Motive, Lichtverhältnisse, Farben und Hintergründe ausgewählt werden, die sofort ins Auge springen. Allgemein lohnt sich der Blick auf berühmte Fotografen, die alleine an ihren Werken zu erkennen sind
Das spannende Bild zieht die Blicke auf sich
Ein gelungenes Foto sticht immer aus der Masse hervor. Es fängt die Aufmerksamkeit ein, weil es etwas Besonderes zeigt, spannend gestaltet ist und im Gegenteil eine bestimmte Art Stille ausstrahlt. Stille ist oftmals gleichbedeutend mit Schönheit. Gerade Landschaften zeigen das häufig, wenn in ihnen etwas verborgen liegt, das nicht auf den ersten Blick zu sehen ist. Wichtig ist jedoch, dass das Foto den Betrachter auf interessante oder subtile Art fesseln kann.
Dafür ist ein Motiv wichtig, das eine bestimmte Geschichte erzählt, eine Botschaft hat oder eine persönliche Bedeutung besitzt. Aufmerksamkeit erregen Bilder, die Fragen hervorrufen.
- Was möchte uns der Fotograf vermitteln?
- Welche Intuition hat ihn bewegt, gerade dieses Motiv zu zeigen?
- Was liegt hinter dem Gezeigten verborgen?
Nicht nur gekonnt in Szene gesetzte Fotos rufen Fragen hervor, auch ein Schnappschuss aus dem Alltag kann zu einem guten Foto werden, wenn darin eine Bedeutung zu erkennen ist.
Anfänger sollten sich auf einen gelungenen Bildaufbau konzentrieren
Ein entscheidendes Merkmal für ein gelungenes Foto bleibt die kompositorische Gestaltung. Die Schärfe, die Belichtung und die Verschönerung können auch nachträglich stattfinden. Entscheidend ist ein guter Bildaufbau, aber auch eine einwandfreie technische Qualität. Diese gewährleistet, dass eine bestimmte Wirkung bestmöglich erreicht wird. Die Technik dient dabei der Bildwirkung.
Was letztendlich das perfekte Bild ausmacht, bleibt neben der gekonnten Präsentation bestimmter Motive aber auch immer subjektiv. Geschmäcker sind verschieden. Auf jeden Betrachter wirkt ein Bild anders, und selbst ein gutes Foto muss nicht jedem Menschen gefallen. Es genügt, wenn es für den Fotografen einen besonderen Wert hat.
Fotografieren lernen in 5 Minuten – geht das?
Möchten Sie Fotografieren lernen und Ihre Kamera im Handumdrehen bedienen können? In diesem kurzen Tutorial-Video erklärt Ihnen Fotoprofi Stephan Wiesner die wichtigsten Einstellungen für Blende, Verschlusszeit, ISO und die Kameramodi.
Das „perfekte“ Foto? So kann es klappen!
Für das perfekte Bild sollten Sie Ihren Perfektionismus hinterfragen! Das klingt zunächst mal paradox. Fotograf Christian Anderl erklärt im zweiten Video, wie Perfektionismus Ihr ganzes Leben beeinträchtigen kann und wie Sie erfolgreich darüber hinwegkommen.

Inhaber und Geschäftsführer von Kunstplaza. Publizist, Redakteur und passionierter Blogger im Bereich Kunst, Design und Kreativität seit 2011. Erfolgreicher Abschluss in Webdesign im Rahmen eines Hochschulstudiums (2008). Weiterentwicklung von Kreativitätstechniken durch Kurse in Freiem Zeichnen, Ausdrucksmalen und Theatre/Acting. Profunde Kenntnisse des Kunstmarktes durch langjährige journalistische Recherchen und zahlreichen Kooperationen mit Akteuren/Institutionen aus Kunst und Kultur.